Freitag, 22. September 2017

Rauchmelder retten leben!

Fast 40 Menschen sterben Monat für Monat durch Brände, eine vielzahl von ihnen im eigenen Haus. Die meisten der Opfer sterben durch den tödliche Wirkung des Rauches, 2/3 der Tode sind nachts zu beklagen.

Dies führt dazu, das in Deutschland jährlich rund 500 Brandtote, 5000 Verletzte und über eine Milliarde Euro Sachschaden zu beklagen sind.
Deswegen sind in den meisten Bundesländern mittlerweile Rauchmelder vorgeschrieben.

Für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist die Ursache nicht nur Fahrlässigkeit:
Oft werden sie durch technische Defekte ausgelöst, die zur Katastrophe führen können, sofern keine Rauchmelder installiert sind.

Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. In der Regel ist nicht das Feuer tödlich, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Zigarettenrauch löst übrigens bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, solange die Zigarette nicht direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.

weiterührende Informationen

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Es hat gebrannt - Was ist zu tun?

In Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus hat es gebrannt. Das Feuer konnte gelöscht werden, aber viele Fragen und Probleme bleiben. Wir möchte Ihnen mit diesen Informationen helfen, die unmittelbar anstehenden Probleme zu lösen.

Allgemeine Hinweise

Bei einem Brand entstehen vor allem Schadstoffe. Diese Schadstoffe sind größtenteils gasförmig und können durch ausreichende Belüftung entfernt werden. Wir beginnen oft schon während der Brandbekämpfung mit der Belüftung der Rämlichkeiten.

Doch sind einige Schadstoffe an Rußpartikeln gebunden und haben sich mit dem Ruß auf Einrichtungsgegenständen, Nahrungsmitteln, Spielzeug und vielem mehr abgelagert. Diese Schadstoffe können für Sie dann gefährlich werden, wenn Sie mit dem Ruß in Ihren Körper gelangen (Einatmen von Rußpartikeln, Verschlucken von Rußpartikeln bei der Nahrungsaufnahme, Eindringen von Rußpartikeln über Wunden usw.).

In abgekühltem Zustand sind Schadstoffe und Ruß nicht mehr frei schwebend in der Raumluft vorhanden. Deshalb sind erfahrungsgemäß diese gebundenen, brandbedingten Schadstoffe nur dort nachweisbar, wo auch abgelagerte Brandverschmutzungen (Ruß) sichtbar sind.

War Ihre Wohnung nicht vom Feuer betroffen, nur leicht verraucht und sind keine Rußteilchen wahrzunehmen, können Sie sich dort nach sorgfältiger Durchlüftung wieder aufhalten. Beachten Sie bitte den Hinweis unter Punkt 2.

War Ihre Wohnung vom Feuer, Ruß oder starker Verrauchung betroffen, sollten Sie zunächst unbedingt nachfolgende Informationen beachten:

Unsere konkreten Tipps:

  • Bleiben Sie mit Ihrer Familie zusammen und lassen Sie Ihre Kinder nicht alleine!
  • Wenn Sie oder ein Familienmitglied nach dem Brand ein Unwohlsein verspüren, suchen Sie einen Arzt auf!
  • Betreten Sie die vom Brand betroffenen Räume erst, wenn sie erkaltet und durchlüftet sind. Halten Sie, bevor Sie in Ihre Wohnung gehen, Rücksprache mit der Feuerwehr und der Polizei!
  • Halten Sie sich zunächst nur so lange wie unbedingt erforderlich in den betroffenen Räumen auf und vermeiden Sie eine Verschleppung von Ruß, Asche oder Brandrückständen in saubere Bereiche!
  • Benachrichtigen Sie sofort Ihren Vermieter und Hauseigentümer!
  • Informieren Sie Ihre Versicherung! Sofern Sie eine Hausratversicherung abgeschlossen haben, setzen Sie sich so schnell wie möglich mit Ihrer Versicherung in Verbindung! Als Eigentümer des Hauses bzw. der Wohnung setzen Sie sich auch mit Ihrer Gebäudeversicherung in Verbindung, falls Sie entsprechend versichert sind! Sprechen Sie, zum Schutz vor finanziellen Nachteilen, mögliche Sanierungsmaßnahmen bzw. die Beseitigung von Hausrat mit der jeweiligen Versicherung ab!
  • Ist Ihre Wohnung stark durch den Brand, durch Ruß oder Rauch betroffen, oder fühlen Sie sich nach dem Schadensereignis in Ihrer Wohnung unsicher, sollten Sie sich für die kommende Nacht nach Möglichkeit eine Unterkunft bei Verwandten, Freunden oder in einem Hotel suchen!
  • Nehmen Sie außer Wertsachen und wichtigen Dokumenten zunächst nichts aus Ihrer Wohnung mit! Vermeiden Sie die Verschleppung von Ruß!
  • Benötigen Sie Kleidung, Gegenstände oder sogar Kinderspielzeug aus Ihrer Wohnung, so dürfen diese Sachen nicht mit Ruß behaftet sein. Unbedingt benötigte Dinge sollten Sie vor dem Gebrauch gründlich reinigen! Kriterium für den Reinigungserfolg ist die Entfernung sichtbarer Rußspuren.
  • Nahrungsmittel, die nicht in fest verschlossenen Behältnissen aufbewahrt wurden oder die mit Rauch oder Wärme in Kontakt gekommen sind, sollten Sie nicht mehr verwenden.
  • Sichern Sie Ihre Wohnung beim Verlassen gegen unbefugten Zutritt! Gerne sind wir Ihnen hierbei behilflich.

Quelle: Stadt Karlsruhe

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Was tun bei Gasgeruch?

Die Medien berichten immer wieder von Gasexplosionen, bei den Verletzte und und sogar Tote zu beklagen sind. Erhebliche Sachschäden aber auch der Totalverlust des Hauses können die Folge sein. Gründe für eine Gasexplosion sind oft Manipulation, Unachtsamkeit oder Suizid-Absichten.

Doch, wie soll man sich bei Gasgeruch verhalten?

Wie erkennt mal eine Leckage?

Mittlerweile gibt es auch für den Privathaushalt Gaswarngeräte (ähnlich einem Rauchmelder), welche ab einer gewissen Gaskonzentration Alarm auslösen.

Wenn man vom Gasaustritt bzw. Gasleck spricht bringen das die meisten Menschen mit einer darauf folgenden Explosion in Verbindung. Das ist jedoch der schlimmste Fall der Eintreten kann.

Das ungiftige, brennbare, farb- und meist geruchlose Erdgas hat eine Zündtemperatur von ca. 600°C. Es ist leichter als Luft. Ihm wird ein Duftstoff beigemischt, der stark dem Geruch fauler Eier ähnelt. Ähnlich einem Rauchmelder gibt es bereits Gaswarngeräte, auch für Privathaushalte, welche ab einer bestimten Gaskonzentration Alarm auslösen..

Ein paar wichtige Hinweise können  helfen, dieses Risiko zu mindern:

  • Falls gefahrlos möglich, Absperrhahn an der Zuleitung schließen. Der Absperrhahn darf nur durch Fachpersonal wieder geöffnet werden!
  • Gebäude großflächig belüften. Dies macht Sinn, da Erdgas leichter ist als Luft und sich somit verflüchtigt.
  • Warnen Sie Mitbewohner. Nicht klingeln oder anrufen, da jeder Funke bereits zu einer Explosion führen kann. Schalten Sie das Licht weder EIN noch AUS (evtl. Funkenbildung).
  • Kein offenes Feuer (Kerzen, Zigaretten etc.)
  • Verlassen Sie das Gebäude und warnen evtl. Nachbarn oder Passanten.
  • Verständigen Sie über Notruf 112 die Feuerwehr. Die Rettungsleitstelle wird dann auch die Bereitschaft des Energieversorgers verständigen.
  • Ausströmendes, brennendes Gas nicht zwangsläufig löschen, wenn die Gaszufuhr nicht unterbrochen werden kann! Brennendes Gas ist kontrollierter Gasaustritt, es kann keine Explosionsfähige Atmosphäre entstehen, wenn das Gas mit Flamme verbrennt.

Was kann die Feuerwehr tun?

Zunächst einmal werden wir mit einem speziellen Messgerät Messungen vornehmen um festzustellen, ob es sich tatsächlich um einen Gasaustritt handelt, und falls ja, in welcher Konzentration das Gasgemisch vorliegt. Die Höhe der gemessenen Gaskonzentration hat erhebliche Auswirkung auf die weitere Vorgehensweise, da Erdgas in einer Konzentration zwischen 4,5 – 13,5 Vol./% explosionsfähig ist. Zur Absicherung bauen wir einen 3-fachen Löschangriff (Wasser, Schaum und Pulver) auf. Unsere weiteren Maßnahmen werden wir mit den Mitarbeitern des Energieversorgers koordinieren.

Falls die gemessene Gaskonzentration einen kritischen Wert überschritten hat, werden auch wir das betroffene Gebäude nicht mehr betreten und sofort mit der Evakuierung der umliegenden Gebäude beginnen.

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Notruf

Im folgenden geben wir Ihnen ein paar Tipps, wie Sie den Fall der Fälle überstehen.

NOTRUF - Wie mache ich es richtig?

Wenn Sie den Notruf 112 benutzen, dann merken Sie Sich bitte die fünf W:

1. WER meldet?
- Name, Adresse, Hausnummer und evtl. das Stockwerk

2. WO ist es passiert? - Bitte möglichst genau die Unglücksstelle schildern.

3. WAS ist passiert? - Feuer? Unfall? Verletzung? Sonstiges Unglück?

4. WIE ist die Situation? -
Sind Menschen oder Tiere in Gefahr? Wenn ja, wieviele?

5. WARTEN! - Warten Sie bitte auf die eintreffenden Einsatzkräfte!

Auch wenn Sie Sich unsicher sind, rufen Sie lieber einmal zuviel als einmal zuwenig den Notruf an. Die Feuerwehren sind bei allen Bränden, Unglücksfällen und Notlagen immer einsatzbereit!
Wir kommen, wenn:

  • es brennt
  • in einem Kraftfahrzeug Personen eingeklemmt sind
  • Tiere aus Notlagen befreit werden müssen
  • ein Aufzug stecken geblieben ist und Personen daraus befreit werden müssen
  • Benzin, Diesel, Heizöl oder andere gefährliche Flüssigkeiten auslaufen
  • wassergefährdende Stoffe in die Kanalisation oder ins Erdreich fließen
  • Keller durch Unwetter überflutet wurden
  • Bäume durch Sturm umgestürzt sind und eine Gefahr darstellen
  • etc...

Sie brauchen uns nur zu rufen, die Telefonnumer lautet 112 und ist mit jedem Telefon kostenlos zu erreichen.

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